Sonntag, 05.09.2010
Zeichengeber
Unternehmensbroschüre

Unternehmensbroschüre
als PDF (365 KB)
downloaden »
Unternehmenskommunikation

Der Kapitän bestimmt den Kurs. Er führt seine Mitarbeiter und weist Ihnen den Weg. Aber nur wenn alle an Board das gleiche Ziel verfolgen, kann das Segel gehisst und volle Fahrt aufgenommen werden.

Unternehmenskommunikation bildet eine zentrale Rolle im Unternehmensalltag und inbesondere in Veränderungsprozessen.

Jeder erfahrene Mitarbeiter hat im Laufe seiner Karriere gelernt, dass längst nicht jedes Vorhaben, und sei es auch noch so sinnvoll und überzeugend, tatsächlich in die Tat umgesetzt wird. Bevor er daher seine Zeit und Energie in ein Vorhaben investiert, wird er dessen Realisationswahrscheinlichkeit abschätzen – und im Zweifelsfall erst einmal abwarten. Die Tendenz zum „entschlossenen Abwarten“ ist dabei umso größer je öfter die Mitarbeiter in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht haben, dass lautstark angekündigte Projekte nach einer Weile im Sande verliefen.

Alle Veränderungsversuche gehen ins Leere, wenn nicht der zentrale Tragpfeiler Führung unerbitterlich steht. Was nützen Sachargumente, was bringen aufwendige „Motivationsveranstaltungen“, solange die Mitarbeiter nicht davon überzeugt sind, dass der Unternehmer sein Vorhaben durch alle Widerstände, Konflikte und Krisen hindurch bis hin zum Erfolg unterstützen wird? Der Unternehmer ist eine Führungspersönlichkeit, muss diese ausstrahlen und kommunizieren, auch wenn es unangenehm wird.

Die Vermeidung einer Konfrontation, zu der die Angst intuitiv verleitet, ist kein sinnvolles Gesprächsziel, wenn es darum geht unangenehme Entscheidungen zu kommunizieren, kritisches Feedback zu geben oder Konflikte zur klären. Der beste Weg hierfür ist konstruktive Deutlichkeit. Flucht vor der Wahrheit ist nichts anderes als sprachliche Kosmetik. Gute Führung zeichnet sich dadurch aus, das Sie um unangenehme Themen keinen Bogen macht, sondern sie mutig und konstruktiv an die entsprechenden Adressaten gewandt formuliert. „Mutig sein“ heißt, unangenehme Dinge frühzeitig anzusprechen und nicht erst dann, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht und keine andere Wahl mehr hat. Dabei darf Deutlichkeit nicht mit verletzender Härte verwechselt werden. Was verletzt, ist nicht die Klarheit, sondern die feindselige Absicht. Wenn die Wahrheit dazu benutzt wird, dem anderen weh zu tun oder „klein zu machen“, hat sie eine grundlegend andere Wirkung als wenn sie von Achtung für den anderen geprägt ist.

Kommunikationsstrukturen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Unternehmen, sie können die Entwicklung des Unternehmens erheblich hemmen und dadurch erheblichen Schaden verursachen.